Aquaristik Blog

Meine Reise im April – Nano-Aquarium & Dry Start

Kurzfassung

Im April habe ich mich auf eine besondere Reise begeben – ich habe mein 55-Liter-Nano-Aquarium komplett neu gestaltet. Obwohl es von aussen noch schön aussah, war der Bodengrund (Soil) nach lĂ€ngerer Zeit ausgelaugt, und vor allem das Moos hatte sich im gesamten Becken unkontrolliert ausgebreitet. Das machte die Pflege immer schwieriger. Also habe ich einen Schlussstrich gezogen und das Aquarium geleert.

Statt es klassisch neu einzurichten, habe ich mich fĂŒr die Dry-Start-Methode entschieden. Dabei bleiben die Pflanzen zunĂ€chst in feuchter Umgebung, aber ohne Wasser. So konnte ich sie gezielt und sauber einpflanzen, ohne dass sie aufschwimmen.
Auch Moose könnte man so in zerkleinerter Form auf Steine und Wurzeln auftragen – ganz ohne Chaos.

In der Zwischenzeit habe ich meine Garnelen und ausgewÀhlte Pflanzen in ein 25-Liter-Provisorium umgesiedelt.
Bei Aquatrend in Cham habe ich mich wieder fachkundig beraten lassen – das GeschĂ€ft ist fĂŒr mich eine echte WohlfĂŒhloase fĂŒr Aquarianer.

Ich habe regelmĂ€ssig dokumentiert, wie sich das Aquarium entwickelt – die Pflanzen sind schnell gewachsen, der Bodendecker hat sich schön ausgebreitet, und ich habe erste RĂŒckschnitte gemacht, um buschiges Wachstum zu fördern. Besonders faszinierend fand ich, wie sich die Pflanzen beim Übergang vom emersen zum submersen Zustand in Aussehen und Struktur verĂ€ndert haben.

Am 28. April habe ich das Becken schliesslich mit Wasser geflutet, CO₂ zugefĂŒhrt und die Technik wieder aktiviert. Anfang Mai begannen dann erste DĂŒngergaben, und ich konnte förmlich zusehen, wie das kleine Ökosystem lebendig wurde.

Am 18. Mai war es endlich so weit: Die Garnelen durften ins neue Becken einziehen. Sie fĂŒhlen sich sichtlich wohl – ich habe sogar schon Nachwuchs entdeckt! Ich beobachte sie oft und freue mich ĂŒber die Vielfalt der Farben, die durch natĂŒrliche Kreuzungen entstanden sind.

Jetzt, Anfang Juni, ist mein Projekt abgeschlossen. Die Pflanzen gedeihen, die Tiere sind gesund – und ich bin einfach glĂŒcklich mit dem Ergebnis. Der Dry Start war eine tolle Erfahrung. Es hat Geduld gebraucht, aber sie hat sich definitiv ausgezahlt.

Vielleicht konnte ich dich mit meiner Reise inspirieren – probier es doch selbst mal aus!
Danke fĂŒrs Mitlesen und liebe GrĂŒsse,
Dani

AusfĂŒhrliche Fassung

Ich nehme euch mit auf die Reise!

Der April

Nano Aquarium

Diesen Monat nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Reise – eine Reise in die wunderbaren Wasserwelten.

Ich habe mich nÀmlich dazu entschlossen, mein Nano-Aquarium neu zu gestalten.
Der eine oder andere mag sich nun beim Anblick dieser beiden Bilder fragen: „Warum denn?
Das sieht doch grossartig aus! Wieso möchtest du ein so schönes Aquarium umgestalten?“

Die Antwort ist einfach – und jeder, der ein Aquarium besitzt, wird sie verstehen.

Nano Aquarium

Das Aquarium steht nun schon seit langer Zeit, und der Bodengrund – der Soil – ist mittlerweile regelrecht ausgelaugt. Doch das ist nicht der wahre Grund meines Vorhabens. Nein, es geht um das Moos.
Moos ist eine wunderbare Pflanze: Es sieht schön aus, wĂ€chst eher langsam, und vor allem – die Garnelen lieben es, daran herumzupfen und zu „putzen“.
Doch Moos hat auch seine TĂŒcken.
Wenn man nicht aufmerksam ist, hat man es schneller im ganzen Aquarium verteilt, als einem lieb ist. Jedes Mal, wenn man es zurĂŒckschneidet, treibt es nicht wie andere Wasserpflanzen nach oben – es sinkt auf den Boden und verteilt sich ĂŒberall. Mit dem Kescher – oder wie wir in der Schweiz sagen, mit dem «Feumer» – lĂ€sst es sich kaum einsammeln.
Am besten saugt man es ab, doch meist erwischt man nicht alles – und so beginnt das Spiel von vorn. Irgendwann war keine Stelle im Aquarium mehr frei von Moos. Es wurde zunehmend schwer, ĂŒberhaupt noch zu erkennen, ob es sich um den Bodendecker Monte Carlo oder um Christmas-, Phoenix- oder Korallenmoos handelte.
Die Pflege meiner kleinen Unterwasserwelt wurde immer aufwĂ€ndiger, bis ich am 23. MĂ€rz 2025 schliesslich einen Schlussstrich zog: Ich leerte das Aquarium komplett. Im Aquatrend liess ich mich von Marc und Nico fachkundig beraten, welche Pflanzen – abgesehen von Moos – sich besonders gut fĂŒr mein Projekt eignen. Nach dem Einkauf ging ich dann voller Motivation ans Werk.

Bemerkung

Wer meine Seiten kennt, dem ist bestimmt aufgefallen, dass ich Aquatrend schon oft erwÀhnt habe.
Aquatrend ist ein FachgeschĂ€ft in Cham – fĂŒr mich eine echte WohlfĂŒhloase und ein Paradies fĂŒr alle Aquarianer: Egal ob Einsteiger, klassischer Aquarianer oder Aquascaper – oft auch mit einem kleinen, positiven Hang zum Nerdtum.

Beim Team rund um Christoph, den GeschĂ€ftsleiter, bleiben keine WĂŒnsche offen. Das GeschĂ€ft ist ĂŒbersichtlich und ansprechend gestaltet, die Beratung ist erstklassig, und auch das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis stimmt einfach.

Dank Aquatrend sehen meine Aquarien top aus – und wenn mal etwas nicht so lĂ€uft wie geplant, steht das Team immer mit Rat und Tat zur Seite. Genau so, wie es ein gutes FachgeschĂ€ft eben tun sollte.

Mein Motto: «Wer Aquatrend nicht kennt – und dort nicht einkauft –, ist selbst schuld.»

Provisorium

Übergangsweise

Die Garnelen und Pflanzen, die ich spĂ€ter wieder ins neue Becken ĂŒbernehmen möchte, habe ich in ein 25-Liter-Aquarium umgesiedelt – inklusive Filter –, damit sie dort fĂŒr etwa einen Monat oder auch etwas lĂ€nger verweilen können. Warum es möglicherweise lĂ€nger dauert, hat ebenfalls seinen Grund: Ich mache nĂ€mlich einen sogenannten «Dry Start».

Dry-Start kennst du nicht?

Es gibt drei Möglichkeiten, ein Aquarium zu starten – zumindest kenne ich nur diese drei.
Die klassische Methode funktioniert so: Zuerst kommen der Bodengrund und das Hardscape ins Aquarium, dann wird Wasser eingefĂŒllt, und anschliessend bepflanzt man es. Danach heisst es abwarten und regelmĂ€ssig das Wasser auf Nitrit testen.
Sobald kein Nitrit mehr nachweisbar ist, dĂŒrfen die Bewohner ins Becken einziehen.

Beim sogenannten «Dark Start» kommen ebenfalls der Bodengrund und das Hardscape ins Aquarium, aber das Becken wird ohne Licht betrieben – lediglich mit Filterlauf. Der grosse Vorteil dabei: Es bilden sich kaum oder keine Algen, da kein Licht vorhanden ist. Man wartet einfach ab, bis sich das biologische Gleichgewicht von selbst entwickelt – das kann allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen. Erst danach werden die Pflanzen eingesetzt, und spĂ€ter folgen die Tiere.

Nano Bepflanzung

Der «Dry Start» ergibt vor allem dann Sinn, wenn man die Pflanzenwelt besonders sorgfĂ€ltig und strukturiert einrichten möchte. Besonders bei In-Vitro-Pflanzen oder kleinen Arten wie dem Kuba-Perlkraut lĂ€sst sich so viel bequemer und prĂ€ziser einpflanzen. Da in den ersten Wochen kein Wasser ins Aquarium kommt, bleiben die Pflanzen genau dort, wo sie anwachsen sollen – ohne aufzuschwimmen oder zu verrutschen.

Auch Moose lassen sich auf diese Weise besser auf Wurzeln und Steinen anbringen. Man zerkleinert das Moos im Mixer und trĂ€gt es anschliessend mit einem feinen Pinsel auf die gewĂŒnschten Stellen auf. Da das Aquarium nicht geflutet wird mit Wasser, kann das Moos direkt an den OberflĂ€chen anwachsen und gedeihen – ganz ohne Gefahr, dass es sich unkontrolliert verteilt.

NatĂŒrlich braucht auch diese Methode Zeit und Geduld. Die Pflanzen wachsen nicht ĂŒber Nacht. Mit einem WassersprĂŒher wird regelmĂ€ssig fĂŒr die nötige Feuchtigkeit gesorgt. Eine Folie oder ein Abdeckglas verhindert, dass die Feuchtigkeit entweicht – und dann heisst es: abwarten und Tee trinken.

Nano Bepflanzung

Blog am 1. April 2025

Wie ich bereits am Anfang erwÀhnt habe, nehme ich euch nun mit auf die Reise des «Dry Starts».
Ich werde regelmĂ€ssig ĂŒber den Verlauf berichten – sowohl in diesem als vielleicht auch im nĂ€chsten Monat – und zeigen, wie sich das Aquarium entwickelt. NatĂŒrlich werde ich das Ganze auch mit Bildern dokumentieren, um euch einen besseren Einblick zu geben.

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, stecken im Soil Zahnstocher. Mit dieser Technik markiere ich, wo spĂ€ter welche Pflanzen hinkommen sollen. Durch die kleinen HolzstĂŒckchen bekomme ich einen besseren Überblick darĂŒber, wie das Layout mit den Pflanzen am Ende im Aquarium wirken wird.

Nano Bepflanzung

Der Unterschied ist schon nach zehn Tagen gut sichtbar – die Pflanzen gedeihen prĂ€chtig! Jetzt heisst es fĂŒr mich: gut auf sie achten, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Wasser tĂ€glich sprĂŒhen.
Ein Thermometer zeigt mir die Temperatur im Inneren des Aquariums an, damit ich sehe, wie warm es dort ist. So kann ich beim LĂŒften des Zimmers besser darauf achten, die zarten PflĂ€nzchen nicht zu gefĂ€hrden.

Übrigens: Meinen Garnelen geht es hervorragend. Es scheint, als wĂŒrden sie sich auch im kleinen Provisorium wohlfĂŒhlen – ich habe nĂ€mlich Nachwuchs entdeckt!
Neben den Pflanzen, die spĂ€ter wieder ins grosse Aquarium zurĂŒckkehren, habe ich auch etwas Bodendecker ins Übergangsbecken gelegt und mit einem Stein beschwert. Dieser wird fleissig durchwĂŒhlt – stĂ€ndig auf der Suche nach etwas Essbarem. GefĂŒttert werden die Garnelen natĂŒrlich auch, aber mit Bedacht. Es wĂ€re fatal, wenn das Wasser kippen wĂŒrde. Da ich den Aussenfilter ungereinigt ĂŒbernommen habe, befinden sich darin aber genĂŒgend nĂŒtzliche Bakterien. Trotzdem kontrolliere ich die Wasserwerte regelmĂ€ssig und fĂŒhre bei Bedarf einen Teilwasserwechsel durch. Denn es wĂ€re wirklich schade, diese schönen Tiere zu verlieren – im Laufe der Zeit haben sich durch natĂŒrliche Kreuzungen ganz besondere Farbvarianten entwickelt. Vielleicht kommen spĂ€ter sogar noch ein paar neue Tiere dazu – aber das sehen wir dann, wenn das Aquarium fertig eingerichtet ist.

Samstag 5. April 2025

Abend-Snack

WĂ€hrend sich die Fische im 135-Liter-Mark-II-Aquarium im Wohnzimmer ĂŒber die «StreamBit» Artemia Paste freuen, habe ich natĂŒrlich auch ein neues Foto vom 55-Liter-Nano-Aquarium von Dennerle gemacht.

Was? Ihr kennt diese Paste noch nicht?
Dann muss ich euch unbedingt kurz etwas darĂŒber erzĂ€hlen!
Die Paste gibt es bei Aquatrend – und natĂŒrlich auch in anderen FachgeschĂ€ften – in zwei Grössen: in der 40-Gramm- und in der 70-Gramm-Dose. Die Konsistenz erinnert an Knetmasse, was super praktisch ist: Man kann sie formen und direkt an die Aquarienscheibe kleben.

Unsere Tiere – egal ob Fische, Garnelen oder sogar Schnecken – lieben diesen Snack! Neben der Artemia-Variante gibt es ĂŒbrigens auch eine Version mit roten MĂŒckenlarven. Ich habe von beiden Sorten jeweils eine 40-Gramm-Dose zu Hause und verwöhne meine Tiere gerne abends mit einem kleinen Leckerbissen.

Die Paste ist sehr ergiebig – deshalb greife ich ganz bewusst zur kleineren Dose. So bleibt sie immer frisch und reicht trotzdem lange.

Nano Dry Start Update 2

Wie ihr sehen könnt, sind die Pflanzen bereits schön gewachsen – sie schiessen förmlich nach oben!
Spannend finde ich, wie sie momentan aussehen, denn aktuell wachsen die Pflanzen emers, also ĂŒber dem Wasser. Dadurch sehen sie natĂŒrlich ganz anders aus, als wenn sie submers – also unter Wasser – wachsen wĂŒrden.

Im Hintergrund habe ich mich fĂŒr Rotala Pflanzen von Tropica entschieden: Links steht eine «Blood Red», in der Mitte eine «Green», und rechts die «Rotundifolia». Alle drei werden spĂ€ter spitze BlĂ€tter entwickeln – aber wenn ich jetzt genau hinschaue, sind die BlĂ€tter rund. Die Pflanzen verĂ€ndern also beim Übergang von emers zu submers tatsĂ€chlich ihr Aussehen. Faszinierend!

Auch der Bodendecker – das «Cube» – wĂ€chst gut, aber er muss sich noch zu einem richtigen Teppich entwickeln.
Wie sagt Stefan aus Wien in seinen Videos und Livestreams immer so schön: „Aquaristik braucht Geduld – und es schadet nicht, beim Warten einen Tee zu trinken.“ 😉

Samstag 17. April 2025

Nano Dry Start Update 3

„Bilder sagen mehr als tausend Worte“, heisst es – und tatsĂ€chlich: Die Pflanzen wachsen prĂ€chtig, und auch der Bodendecker breitet sich immer weiter aus. Manchmal habe ich das GefĂŒhl, man kann ihnen beim Wachsen regelrecht zusehen!

Es macht einfach enorm viel Spass – auch wenn ich zugeben muss, dass ich es kaum erwarten kann, endlich die Garnelen darin schwimmen zu sehen. Aber ein bisschen Geduld braucht es noch!

Samstag 26. April 2025

Nano Dry Start Update 4

Es sind fast zehn Tage vergangen, und man sieht deutlich, dass sich beim Wachstum der Pflanzen einiges getan hat. Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis ich das Aquarium fluten kann, damit sich die Pflanzen vom emersen in das submerse Milieu umstellen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das Ganze dann mit Wasser aussieht!

Die Tiere mĂŒssen allerdings noch eine Weile im Provisorium bleiben – ich gehe da kein Risiko ein.

Es sieht jetzt schon richtig spannend aus – und das, obwohl noch keine Pflanze geschnitten wurde.

Montag 28. April 2025

Nano mit Wasser

Montag ist bei mir traditionell Wasserwechsel- und Aquarien-Putztag. Da ich heute etwas zu viel Osmosewasser vorbereitet hatte, entschloss ich mich, das Aquarium mit dem restlichen Wasser zu fluten.
Ausserdem habe ich die CO₂-Anlage wieder in Betrieb genommen, und der neue Mini-Skimmer tut bereits seinen Dienst – er sorgt dafĂŒr, dass das CO₂ besser im Aquarium verteilt wird.

Auch der Ventilator ist wieder montiert und verhindert, dass die Temperatur ĂŒber 24°C steigt – denn zu viel WĂ€rme mögen die Pflanzen bekanntlich nicht so sehr. Jetzt heisst es also wieder: geduldig abwarten!

Samstag 03. Mai 2025

RĂŒckschnitt

Oh mein Gott, was ist denn jetzt passiert?!
Keine Sorge, nichts Schlimmes ist passiert – ich habe nur den ersten grossen RĂŒckschnitt gemacht. Wenn man StĂ€ngelpflanzen schneidet, spriessen an der Schnittstelle nĂ€mlich zwei neue Triebe. Das bedeutet: Danach habe ich die doppelte Menge an Triebspitzen im Aquarium! Schneide ich spĂ€ter weiter oben erneut, verdoppelt sich das Ganze wieder. So kann sich nach und nach ein ĂŒppiger Busch entwickeln, der wirklich toll aussieht.
Im blauen Becken könnt ihr sehen, wie viel ich herausgeschnitten habe – das war schon eine ganze Menge!

Die abgeschnittenen Teile habe ich mit einem Kescher entfernt, und die kleineren StĂŒcke hat mein alter Eheim 350 Skimmer ĂŒbernommen. Anschliessend habe ich noch «Green Gain Plus» von ADA ins Aquarium gegeben – das ist ein Pflanzenhormon, das das Wachstum zusĂ€tzlich stimuliert.

Jetzt dĂŒrfen die Pflanzen erst mal wieder in Ruhe weiterwachsen.
Übrigens: Einen zusĂ€tzlichen DĂŒnger verwende ich derzeit noch nicht, da der Soil (Bodengrund) noch genĂŒgend NĂ€hrstoffe enthĂ€lt. Und nach dem RĂŒckschnitt ist ja ohnehin erst mal weniger Pflanzenmasse im Aquarium.

Nano Dry Start Update 5

Der Dry Start ist wirklich eine grossartige Sache, denn ich habe bisher keinerlei Algen im Aquarium – obwohl das Licht bereits acht Stunden tĂ€glich an ist. Die Pflanzen produzieren unglaublich viel Sauerstoff, das sieht man an den kleinen BlĂ€schen auf den BlĂ€ttern. Übrigens nennt man das Assimilation, und es ist ein gutes Zeichen dafĂŒr, dass es den Pflanzen richtig gut geht.

Jetzt heisst es also wieder: abwarten und Tee trinken!

Wir schreiben den 8. Mai, und heute habe ich die Dosierpumpen aktiviert. Die Pflanzen brauchen jetzt NĂ€hrstoffe wie Nitrat und Phosphat – oder anders gesagt: Makro- und MikrodĂŒnger. Allerdings dosiere ich noch sehr kleine Mengen, damit es nicht plötzlich zu einer Algenplage kommt. Schliesslich leben bisher noch keine Tiere im Aquarium, die Algen fressen wĂŒrden.

Deshalb beginne ich vorsichtig mit der tÀglichen Zugabe von 0,5 ml MasterLine All-In Soil und zusÀtzlich 1 ml MasterLine Carbo.

Nano Dry Start Update 6

Jetzt geht es aber rasant voran! Es sind doch erst drei Tage vergangen – und man sieht schon deutlich, wie die Pflanzen wachsen!
Der Bodendecker, das Cuba-Perlkraut, ist fast schon zu einem dichten Teppich herangewachsen, und auch die Hintergrundpflanzen schiessen bereits in die Höhe. In etwa einer Woche werde ich die ersten RĂŒckschnitte machen, damit die Pflanzen langsam in ihre Endform hineinwachsen können.

Das bedeutet auch: Schon bald können die Garnelen und Schnecken einziehen. Ich freue mich auf jeden Fall riesig darauf!

Samstag 18. Mai 2025

Nano Dry Start Update 7

Der Bodendecker brauchte erneut einen RĂŒckschnitt, und alle anderen Pflanzen wurden nur leicht getrimmt – oder, wie es der Coiffeur sagt: „die Spitze geschnitten“!
Nun war es aber auch an der Zeit, die Tiere umzusiedeln. Sie waren ja schon lange im Provisorium, und da die getesteten Wasserwerte alle stimmen, habe ich sie heute in ihr neues Zuhause gebracht.

Sie sind wohlauf und erkunden neugierig ihre neue Umgebung. Jetzt habe ich wieder eine kleine „Crew“ im Dennerle Nano 55-Liter-Aquarium – und mein Blick wandert nun öfter vom Monitor des Rechners nach rechts zum Aquarium, wo ich die Tiere beobachte, wie sie durch die Pflanzen wuseln.

NatĂŒrlich sind wir noch nicht ganz dort, wo ich gerne hinmöchte – die Pflanzen mĂŒssen noch weiter wachsen und ihre volle Pracht entfalten. Aber es ist einfach wunderschön zu sehen, wie das Aquarium von Tag zu Tag schöner wird.

Da geht doch jedem Aquarianer das Herz auf.

Samstag 22. Mai 2025

Nano Dry Start Update 7

Jeden Tag gefÀllt mir das Aquarium besser und besser!
Ich habe inzwischen auch den Skimmer gewechselt – diesmal zu einem Modell von ADA. Zwar war er nicht ganz gĂŒnstig, aber die Investition hat sich definitiv gelohnt. Auch der neue Inflow ist grösser, und alles passt jetzt richtig gut zusammen.

Die Garnelen geniessen gerade einen Futterstick, den ich einfach in den Bodengrund gesteckt habe. Diesen Leckerbissen bekommen sie bei mir einmal pro Woche – und meist dauert es nur wenige Stunden, bis er komplett aufgefressen ist. Da sich die Tiere dabei oft nahe an der Scheibe aufhalten, kann ich sie in dieser Zeit wunderbar beobachten: wie es ihnen geht – und auch, welche Farbvarianten ich inzwischen im Aquarium habe.

Das ist besonders spannend, denn durch Kreuzungen verĂ€ndert sich das Aussehen der Nachkommen. Auch wenn man es eigentlich nicht machen sollte – da sich die Tiere mit der Zeit zur Naturfarbe zurĂŒckentwickeln – finde ich es faszinierend, wenn plötzlich neue Farben auftauchen: schwarze, gestreifte oder sogar grĂŒnliche Garnelen.

Der kleine Skimmer war ĂŒbrigens zu schwach fĂŒr das 55-Liter-Aquarium – er tut jetzt seinen Dienst im 15-Liter-Becken im Wohnzimmer.

Montag 2. Juni 2025

Nano Dry Finale

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, nun ist mein Projekt zu Ende. Die Pflanzen dĂŒrfen jetzt in Ruhe weiterwachsen – und mĂŒssen natĂŒrlich regelmĂ€ssig getrimmt werden. Den Garnelen geht es gut – ich habe sogar schon Nachwuchs entdeckt!

Es war fĂŒr mich eine spannende Erfahrung, einen Dry Start durchzufĂŒhren und diesen Prozess zu dokumentieren. Vielleicht konnte ich dich ja motivieren, selbst einmal ein Aquarium mit dieser Methode zu starten – es hat sich wirklich gelohnt!
NatĂŒrlich braucht es viel Geduld, aber diese Geduld hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Allen, die mitgelesen haben, sage ich: Vielen Dank – und ich wĂŒnsche euch weiterhin ganz viel Freude an diesem wunderschönen Hobby.

Liebe GrĂŒsse, Dani