Vorab ein paar Worte
Ich habe diesen Artikel geschrieben, weil ich es wichtig finde, das Thema anzusprechen. Allerdings ist mein Bericht kein Ersatz für eine professionelle Beratung.
Wenn du mit einer PrEP beginnen möchtest, solltest du unbedingt mit deinem Arzt darüber sprechen. Dabei werden auch wichtige Blutuntersuchungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Behandlung für dich geeignet ist.
PEP
Der Nutzen einer PEP (Postexpositionsprophylaxe, Notfallbehandlung) hängt entscheidend davon ab, wie schnell nach einer Risikosituation mit der Behandlung begonnen wird. Die äusserste Grenze für den Beginn der PEP liegt bei 48 Stunden nach der Risikosituation.
Eine PEP wird empfohlen
PEP (Postexpositionsprophylaxe) kann notwendig sein, wenn ungeschützter Vaginal- oder Analverkehr mit einer HIV-positiven Person stattgefunden hat oder es zu einem Kondomversagen gekommen ist. In all diesen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung besonders hoch, wenn die Kontaktperson HIV-positiv ist.
PEP wird von einem Arzt verordnet, ist jedoch keine einfache Behandlung, da sie mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann. Die Wirksamkeit der Therapie hängt entscheidend davon ab, wie schnell nach der Risikosituation damit begonnen wird. Bereits 6 bis 8 Stunden nach dem Ereignis sinkt die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich, und nach 48 Stunden ist die PEP nicht mehr sinnvoll. Daher ist es äusserst wichtig, schnell zu reagieren.
PrEP
Wenn von PrEP die Rede ist, geht es um eine Prophylaxe gegen HIV im weitesten Sinne. PrEP besteht aus drei Medikamenten, die von HIV-negativen Menschen eingenommen werden, die einem höheren Risiko ausgesetzt sind, sich mit HIV zu infizieren. Diese wissenschaftlich geprüfte Methode bietet bei korrekter Anwendung einen Schutz von bis zu 99 % vor HIV, schützt jedoch nicht vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Hepatitis, Chlamydien, Tripper oder Syphilis.
Seit dem 1. Juli 2024 wird PrEP in der Schweiz von den Krankenkassen übernommen, sofern man einer bestimmten, vom Bund definierten Risikogruppe angehört.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, sprich mit deinem Arzt. Er kann dich umfassend über den Schutz, die verfügbaren Medikamente und die Kosten aufklären. Wichtig ist zu verstehen, dass es wirksame Möglichkeiten gibt – nutze sie, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.
Unser Ziel bleibt es, HIV eines Tages vollständig zu besiegen. Aus diesem Grund engagiere ich mich seit vielen Jahrzehnten als betroffene Person, um euch zu unterstützen. Meine eigene Situation kann ich nicht rückgängig machen, aber ich kann mein Wissen weitergeben, damit HIV für dich gar nicht erst zu einem Thema wird.