Unsere Haustiere

Tiere faszinieren mich und Barbara sehr, also kauften wir uns vor vielen Jahren einen Wellensittich in einer Tierhandlung.
Er bereitete uns viel Freude und man blieb gerne zu Hause. Haustiere begrüssen einem und hören auch aufmerksam zu, wenn man etwas sagt. Ja man kann sagen, Haustiere, egal welcher Art, sind die besten und treuesten Freunde im Leben. Unser Wellensittich "Gipsy", war ein sehr aufgeweckter Bursche, der immer für Unterhaltung sorgte. Da das Käfig immer offen war, konnte er herumfliegen wie es im gerade passte. Er sprach mir nach, nicht nur Texte, nein, sondern auch meine Stimmlage, was viele Besucher anfangs irritierte wer gesprochen habe und dann auch verblüfft waren dass ein Wellensittich so sprechen kann.
Im Jahr 1995 arbeitete Barbara mit jemandem zusammen die Katzen züchtete. Sie erzählte damals, dass sie kleine Kätzchen bekommen habe, die leider nicht rasserein seien. Die Mutter ging leider fremd.

Was soll ich mit diesen kleinen Wesen anfangen, fragte sie Barbara?

Wir könnten doch eines nehmen, meinte Barbara, doch zuerst muss ich das mit meinem Mann absprechen.

Gipsy

Gesagt, getan, eine Woche später wackelte ein kleines Kätzchen, so gross wie meine Hand, durch die Wohnung.

Ihr fragt euch nun sicherlich, geht das, ein Vogel und eine Katze im selben Haushalt?

Ihr werdet es kaum glauben, bei uns hat es geklappt, denn Gipsy war vor der Katze im Haus und daher gehörte der Vogel einfach zur Familie. Zudem war Ginni (die Katze) sehr klein und gewöhnte sich schnell an unseren "Plapervogel".

Ginni

Doch eines Tages, 1998, wurde Gipsy sehr schweigsam, suchte Körperkontakt und ass kaum noch. Wir gingen sofort zum Tierarzt der uns ein Antibiotikum gab gegen die Erkältung von Gipsy. Doch kaum eine halbe Woche später, lebte unser kleiner Liebling nicht mehr.

Das tat sehr weh.

Wir wollten nichts überstürzen, und uns Zeit nehmen. Doch weit gefehlt, Ginni ass von dem Tag an nicht mehr. Sie jammerte herum und trauerte. Niemals hätte ich gedacht, dass Ginni so auf das Wegbleiben des Vogels reagieren könnte. Nun, die Sache war ja jetzt klar, wir wollen ja nicht auch noch die Kratze verlieren. So entschlossen wir uns, ein neues Vogelpaar zu kaufen.
Uns faszinierten immer Papageien, was allerdings heisst, viel Pflege und Zeit, was ich mit meinem Gebrechen eigentlich hatte. Also gingen wir los, von Tierhandlung zu Tierhandlung. Wir fanden zwei Agaporniden (Unzertrennliche) in einer Tierhandlung. Ja, das war fast Liebe auf den ersten Blick, denn sie haben ein wunderschönes Gefieder, schmusten miteinander und als wir an die Voliere gingen, war es so, als wollten sie uns sagen, hallo, wie wäre es, möchtet ihr uns nicht nach Hause mitnehmen?

Schwarzkopf Agapornid

Von da an, ging es unserer Katze wieder gut, unser Liebespaar singt und pfeift und wir haben wieder ein schönes gemütliches Zuhause. Doch leider wurde Selly krank, so krank, dass ein Einschläfern die einzige Lösung war.
Nach diesem Verlust mussten wir reagieren, denn Unzertrennliche (Agapornis) darf man nicht alleine halten. Nach etwas herumtelefonieren kam Charly in eine Voliere mit vielen Artgenossen, damit er sich ein neues Mädchen aussuchen konnte.

Carly ein Agaporniden Mändchen

Nach ca. 2 1/2 Wochen war es dann klar und wir konnten wieder mit einem Pärchen heimgehen, Charly und Jeggi. Wir waren froh, dass Charly sich für ein Mädchen interessiert hatte. Sie waren auch ein verliebtes Paar, sie putzten sich und fütterten sich sogar gegenseitig. Es schien als ob eine Harmonie einkehrte, bis der Nationalfeiertag kam.

Mädchen


Die Raketen, die Knaller und die neue Umgebung waren für Jeggi zu viel, denn ihr kleines Herz machte diese Strapazen leider nicht mit. Wir waren sehr verärgert auf den Feiertag, das könnt ihr glauben. Nach dem Feiertag gingen wir einkaufen, in einem grossen Warenhaus. Da sahen wir im Zoohandel zwei Erdbeerköpfchen ganz alleine. Die wir prompt kauften und nach Hause nahmen.
Die drei verstanden sich von Beginn an sehr gut und vor allem war Charly nicht mehr alleine. Als wir dann eine gewisse Zeit später in der Tierwelt (Zeitschrift) von einem Züchter hörten, in der Nähe von Bern, entschlossen wir uns einen Besuch zu machen. Der Gedanke war, ein Mädchen für Charly zu finden. Doch wie es oft anders kommt als geplant, kamen wir dann mit 3 Vögeln heim. Jetzt ist immer Party angesagt in der Voliere, denn zu sechst gibt es immer etwas zu entdecken oder zu tun.

Agapornis Fakco und Nenzi

 

Einige Jahre sind nun vergangen und in der Zwischenzeit lebt bei uns noch ein Pärchen in der in die Jahre gekommenen Voliere. Wir besuchten wie jedes Jahr den Pfingst-Markt in Bremgarten und blieben an einem Stand wie angewurzelt stehen. Frau Carmen Hediger, Konstrukteurin, baut Volieren auf Mass, welche sie am Markt ausgestellt hatte.
Für uns war es die Gelegenheit unsere alte Voliere zu entsorgen und etwas Grösseres zu kaufen.
Ich zeichnete dann meine Idee in Skizze auf und Frau Hediger setzte dann meine Idee um.
Eine neue Voliere schmückt nun unser Zimmer und unsere Lieben haben jetzt jede Menge Platz. Daher haben wir uns in den Tierheimen umgeschaut, ob es ev. Tiere gibt die einen neuen Platz suchen. Mit Pepa und Pepo wurden wir in Root fündig.

Agapornis Carly die Wundernase

Erst musste natürlich wieder die Rangordnung geklärt werden, doch schon nach kurzer Zeit wurde gefressen, geputzt und geschwatzt wie es bei alten Kumpels so ist.
Ende Juni 2015 fand ein Workshop für drei Tage statt, welcher Carmen Hediger organisierte.
Marcus von Kreft, ein Vogel Biologe führte den Workshop durch und gab uns wichtige Informationen über die Haltung, Ernährung und Training unserer Krummschnabel Tiere.
Mehr dazu unter Training.

Pepo und Pepa


Bei uns gab es nach dem Kurs einige Umstellungen, zum Wohle des Tieres. Anderes Futter Umgestaltung in der Voliere und eben Training für die Tiere.

Agapornis im Flug
Vogelvoliere gebaut von Carmen Hediger
Agapornis an einer Maske
Agapornis Nemo und Nema