Syphilis (Lues)
Die Syphilis (Lues) ist eine weltweit
verbreitete, chronisch verlaufende Geschlechtserkrankung, die seit der
Entdeckung des Penicillins an Bedrohlichkeit verloren hat. Krankheitsauslöser
ist ein Bakterium, nämlich Treponema pallidum, das in der Regel durch
Geschlechtsverkehr übertragen wird. Daneben kann es auch in der Schwangerschaft
zur Infektion des Fötus kommen, die zur angeborenen Syphilis (= Lues connata) führt.
Die Erkrankung verläuft in vier Stadien.
Etwa
drei Wochen nach der Infektion entsteht an der Eintrittsstelle der Treponemen (
schraubenförmige Bakterien, die beim Menschen unter anderem Erreger der
Syphilis, der Frambösie und der Plaut-Vincent-Angina sind) ein schmerzloses, hartes Geschwür, das als harter Schanker oder Ulcus durum
bezeichnet wird und oft unbemerkt bleibt (primäre Syphilis). Es folgt die
sekundäre Syphilis, in der verschiedenste Haut- und Schleimhautveränderungen
auftreten; man spricht auch vom Chamäleon der Hautkrankheiten. Ein Befall
innerer Organe ist selten.
Primäre und Sekundäre Lues heilen auch ohne
Behandlung ab. Nach einem jahrelangen beschwerdefreien Intervall (latente
Syphilis) kommt es zur Spätsyphilis mit schweren neurologischen Symptomen,
Herz- und Knochenveränderungen sowie einem Befall innerer Organe.
Die Diagnose erfolgt durch direkten
mikroskopischen Erregernachweis oder durch Bluttests mit Antikörperbestimmung.
Die Therapie der Wahl ist Penicillin.
Über die Schleimhaut oder verletzte Haut; während
der Schwangerschaft und unter der Geburt; Ausbreitung im Körper über die
regionalen Lymphbahnen und Lymphknoten ins Blut kannSyphilis übertragen werden
Häufige Allgemeinsymptome sind Fieber,
Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen.  |